Kaum ein Thema sorgt in Bern für so viel Gesprächsstoff wie unbewilligte Demonstrationen. Wer in den letzten Monaten am Bahnhofplatz unterwegs war, hat vermutlich die polizeilichen Grossaufgebote mitbekommen.

Eingekesselte Personen bei Palästina-Demo (Okt 2025): 536 ·
Nächste unbewilligte Demo (Anti-WEF): 17. Januar 2026 ·
Empfehlung der Stadt Bern: Von Teilnahme abgeraten ·
Ort der geplanten Demo: Bahnhofplatz Bern

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
  • Ob der Zwischenfall im Wankdorf mit einer Demo zusammenhängt, ist offen
  • Wie viele Teilnehmer bei der Anti-WEF-Demo erwartet werden, ist unbekannt
  • Ob die Laserangriffe auf Polizisten organisiert waren, wird noch ermittelt
3Zeitleisten-Signal
  • 11.10.2025: Palästina-Kundgebung mit 536 Einkesselungen (Blick (Tageszeitung))
  • 17.01.2026: Anti-WEF-Demo mit 200 Kontrollierten, 25 Festnahmen (Blick (Tageszeitung))
  • Eskalation: 7 Polizisten mit Laser geblendet (Blick (Tageszeitung))
4Wie es weitergeht
  • Stadt Bern empfiehlt, von unbewilligten Demos Abstand zu nehmen (Kantonspolizei Bern)
  • Weitere Kundgebungen in Planung, Termine noch nicht bekannt (Kantonspolizei Bern)
  • Polizei kündigt verstärkte Präsenz an zentralen Orten an (Kantonspolizei Bern)

Sechs zentrale Fakten auf einen Blick: von der letzten grossen Aktion bis zu den rechtlichen Grundlagen.

Merkmal Wert
Letzte grosse unbewilligte Demo Palästina-Kundgebung 11.10.2025
Eingekesselte Personen 536
Nächste geplante unbewilligte Demo Anti-WEF 17.01.2026
Ort der Kundgebung Bahnhofplatz Bern
Stadt empfiehlt Von Teilnahme abzuraten

Wann ist die nächste Demo in Bern?

Nächste unbewilligte Demo: Anti-WEF am 17. Januar 2026

  • Für Samstagnachmittag, den 17. Januar 2026, war eine unbewilligte Kundgebung auf dem Bahnhofplatz angekündigt (Kantonspolizei Bern (offizielle Mitteilung)). Die Polizei sprach im Vorfeld von einem Grosseinsatz in der Innenstadt.
  • Die Stadt Bern riet von der Teilnahme ab. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, die Kundgebung bis 16:15 Uhr durchzuführen (Blick (Tageszeitung)). Danach forderte die Polizei mehrfach zum Verlassen des Platzes auf.

Weitere geplante Kundgebungen in Bern

  • Neben der Anti-WEF-Demo sind derzeit keine weiteren unbewilligten Aktionen öffentlich bekannt. Bewilligte Versammlungen veröffentlicht die Stadt Bern auf ihrer Website – unbewilligte werden nicht im Vorfeld gemeldet.
Fazit: Die nächste unbewilligte Demo in Bern ist die Anti-WEF-Kundgebung vom 17. Januar 2026. Für Anwohnende und Verkehrsteilnehmer bedeutet das: Der Bahnhofplatz ist zeitweise gesperrt, und die Polizei ist mit einem Grossaufgebot präsent.

Die Behörden rechnen mit einer angespannten Lage, aber die konkrete Teilnehmerzahl bleibt bis zum Schluss offen.

Was war heute in Bern los?

Unbewilligte Palästina-Demo am 11. Oktober 2025

  • Bei der unbewilligten Palästina-Kundgebung kesselte die Polizei 536 Personen ein (Kantonspolizei Bern (offizielle Mitteilung)). Die Aktion dauerte mehrere Stunden und führte zu Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt.
  • Laut Polizei wurden die Teilnehmenden mehrfach aufgefordert, die Kundgebung zu beenden. Die verbleibenden Personen wurden bei der Heiliggeistkirche eingekesselt (Blick (Tageszeitung)).

Aktuelle Ereignisse in Bern

  • Am 17. Januar 2026 kontrollierte die Polizei rund 200 Personen und wies sie weg (Kantonspolizei Bern (offizielle Mitteilung)). 25 Personen wurden angehalten und für weitere Abklärungen auf den Polizeiposten gebracht.
  • Sieben Polizeimitarbeitende wurden mit Lasern geblendet, drei davon mussten sich zur Kontrolle ins Spital begeben (Blick (Tageszeitung)). Weitere Verletzte waren zunächst nicht bekannt.

Die Polizei zeigt bei unbewilligten Kundgebungen eine Null-Toleranz-Strategie, die auf schnelle Räumung und Identifikation von Störern setzt. Die Laserangriffe auf Beamte verschärfen die Sicherheitslage zusätzlich.

Was ist in Bern-Wankdorf passiert?

Zwischenfall beim Wankdorf: Festnahme nach Schlägerei

  • Im Berner Wankdorf kam es zu einer Schlägerei, bei der eine Person festgenommen wurde. Ob dieser Vorfall im Kontext einer unbewilligten Demo steht, ist unklar – die Polizei gab dazu keine näheren Angaben (Blick (Tageszeitung)).

Zusammenhang mit unbewilligten Demos?

  • Die Behörden haben bisher keinen direkten Zusammenhang zwischen der Schlägerei und den aktuellen unbewilligten Demos bestätigt. Es bleibt abzuwarten, ob weitere Ermittlungen eine Verbindung ergeben.

Für die Stadt Bern bedeutet jeder ungeklärte Vorfall im öffentlichen Raum zusätzlichen Druck, die Sicherheitslage transparent zu kommunizieren – ohne voreilige Schlüsse zu ziehen.

Wo sind Demonstrationen angemeldet?

Bewilligte vs. unbewilligte Demos in Bern

  • Bewilligte Demonstrationen werden von der Stadt Bern im Voraus genehmigt und öffentlich bekannt gemacht. Unbewilligte Demos werden dagegen nicht im Vorfeld kommuniziert – sie finden spontan oder auf Aufruf in sozialen Medien statt.
  • Die Teilnahme an einer unbewilligten Kundgebung ist in der Schweiz nicht strafbar (Blick (Tageszeitung)). Was den Veranstaltern droht, regelt das Versammlungsgesetz des Kantons.

Wie man angemeldete Versammlungen einsehen kann

  • Die Stadt Bern veröffentlicht bewilligte Demos auf ihrer offiziellen Website unter der Rubrik «Bewilligte Versammlungen». Aktuelle Informationen finden sich auch auf den Social-Media-Kanälen der Kantonspolizei Bern.

Wer sich über geplante Aktionen informieren will, muss entweder die offiziellen Quellen der Stadt nutzen – oder riskiert, von einer spontanen unbewilligten Demo überrascht zu werden.

Was ist los auf dem Bundesplatz Bern?

Aktuelle Versammlungen auf dem Bundesplatz

  • Der Bundesplatz in Bern war in der Vergangenheit ein zentraler Ort für Kundgebungen. In den letzten Monaten fanden dort unter anderem unbewilligte Palästina-Demos statt (Kantonspolizei Bern (offizielle Mitteilung)).
  • Aktuell sind für den Bundesplatz jedoch keine neuen unbewilligten Aktionen bekannt. Die Polizei beobachtet die Lage weiterhin.

Bundesplatz als zentraler Ort für Kundgebungen

  • Der Bundesplatz liegt direkt vor dem Bundeshaus und ist traditionell ein Symbolort für politische Demonstrationen. Aufgrund seiner zentralen Lage und der Nähe zu Regierungsgebäuden ist er bei Aktivisten besonders beliebt – aber auch bei der Polizei besonders überwacht.

Die Wahl des Ortes entscheidet massgeblich über die öffentliche Wahrnehmung einer Demo. Der Bundesplatz garantiert maximale Sichtbarkeit – aber auch maximale polizeiliche Kontrolle.

Zeitleiste der Ereignisse

  • – Unbewilligte Palästina-Kundgebung in Bern; Polizei kesselt 536 Personen ein (Kantonspolizei Bern).
  • – Geplante unbewilligte Anti-WEF-Demo auf dem Bahnhofplatz Bern; Polizei kontrolliert 200 Personen, 25 Festnahmen, Laserangriffe auf Polizisten (Blick (Tageszeitung)).
Die Eskalationsdynamik

Innerhalb von drei Monaten eskalierte die Situation von einer Einkesselung ohne Verletzte (Oktober 2025) zu gezielten Laserangriffen auf Einsatzkräfte (Januar 2026). Die Gewaltbereitschaft einzelner Teilnehmer nimmt zu – ein Muster, das sich bei unbewilligten Demos in anderen Schweizer Städten bereits zeigt.

Was ist bestätigt, was ist unklar?

Bestätigte Fakten

  • Die Palästina-Demo am 11.10.2025 war unbewilligt (Kantonspolizei Bern)
  • Die Anti-WEF-Demo fand am 17.01.2026 statt (Blick)
  • Teilnahme an unbewilligter Demo ist nicht strafbar (Blick)
  • Polizei kontrollierte rund 200 Personen (Kantonspolizei Bern)
  • 25 Personen wurden angehalten (Kantonspolizei Bern)
  • 7 Polizisten geblendet, 3 im Spital (Blick)

Was unklar ist

  • Zusammenhang der Schlägerei im Wankdorf mit Demos
  • Genauer Ablauf der Laserangriffe und ob sie organisiert waren
  • Anzahl der erwarteten Teilnehmer bei künftigen Demos
  • Ob die Behörden weitere Massnahmen gegen Veranstalter planen

Stimmen aus Bern

«Die Teilnahme an einer unbewilligten Kundgebung in der Stadt Bern ist nicht strafbar.»

– Stadt Bern, Gemeinderat (Bericht zur unbewilligten Kundgebung)

«Wir haben insgesamt rund 200 Personen kontrolliert und weggewiesen. 25 Personen wurden für weitere Abklärungen angehalten.»

– Kantonspolizei Bern, Pressekonferenz am 17. Januar 2026

Die Lage in Bern bleibt angespannt. Die Stadt und die Polizei setzen weiterhin auf eine Mischung aus Deeskalation und klarer Rechtsdurchsetzung – bewaffnete Einsätze sind bislang nicht vorgekommen. Für die Teilnehmenden bedeutet das: Wer sich an unbewilligten Demos beteiligt, riskiert keine strafrechtliche Verfolgung allein durch die Teilnahme, aber sehr wohl durch Begleitdelikte wie Hinderung einer Amtshandlung oder Gewalt gegen Beamte (Kantonspolizei Bern (offizielle Mitteilung)).

Ähnlich wie bei der aktuelle Grossdemonstration in Berlin sind auch in Bern die Verkehrsbeeinträchtigungen durch Versammlungen ein zentrales Thema für Anwohner und Pendler.

Häufig gestellte Fragen

Ist die Teilnahme an einer unbewilligten Demo in Bern strafbar?

Nein, die Teilnahme allein ist nicht strafbar. Allerdings können Handlungen wie das Nichtbefolgen polizeilicher Anordnungen oder Gewalt gegen Beamte zu Strafen führen (Blick).

Wie erfahre ich von unbewilligten Demos?

Unbewilligte Demos werden oft über soziale Medien oder Mund-zu-Mund-Propaganda angekündigt. Offizielle Quellen wie die Stadt Bern geben nur bewilligte Versammlungen bekannt.

Was droht den Veranstaltern einer unbewilligten Demo?

Veranstaltern drohen Bussgelder oder Verfahren wegen Verstosses gegen das Versammlungsgesetz. Die konkreten Strafen hängen vom Einzelfall ab und reichen von Bussen bis zu maximal drei Monaten Haft.

Kann die Polizei eine unbewilligte Demo auflösen?

Ja. Die Polizei kann die Teilnehmer auffordern, den Ort zu verlassen, und bei Nichtbefolgen Massnahmen wie Einkesselung oder Festnahme ergreifen (Kantonspolizei Bern).

Gibt es bewaffnete Einsätze bei Demos in Bern?

Nein. Die Polizei Bern setzt bei unbewilligten Demos regelmässig auf Deeskalation und nutzt nur in Ausnahmefällen Zwangsmittel wie Pfefferspray. Schusswaffen kamen bislang nicht zum Einsatz.

Wie verhalte ich mich bei einer unbewilligten Demo?

Bleiben Sie ruhig, befolgen Sie die Anweisungen der Polizei und entfernen Sie sich, wenn die Auflösung angeordnet wird. Vermeiden Sie Provokationen oder gewaltsame Aktionen.

Welche Rechte habe ich als Teilnehmer einer unbewilligten Demo?

Als Teilnehmer haben Sie das Recht, friedlich zu demonstrieren – auch ohne Bewilligung. Die Polizei darf Sie jedoch kontrollieren und kurzzeitig festhalten, wenn die öffentliche Ordnung gefährdet ist.

Für die Stadt Bern und ihre Einwohner steht fest: Das Spannungsfeld zwischen Versammlungsfreiheit und öffentlicher Sicherheit wird sich nicht auflösen. Die nächste unbewilligte Demo kommt bestimmt – die Frage ist, ob sie eskaliert oder friedlich bleibt. Für die verantwortlichen Behörden ist die Herausforderung klar: Deeskalieren ohne die Kontrolle zu verlieren.

Fazit: Die unbewilligten Demos in Bern sind ein wiederkehrendes Phänomen. Teilnehmer sollten sich ihrer rechtlichen Grauzonen bewusst sein: Teilnahme straffrei, Begleitdelikte nicht. Die Polizei zeigt Präsenz, aber keine Übergriffe. Für die Stadtverwaltung gilt es, einen transparenten Kurs zwischen Toleranz und Durchsetzung zu finden.